10.02.2021 21:00 |

Im „Krone“-#brennpunkt

Platter: „Massives Problem mit Südafrika-Virus“

Wer das Bundesland Tirol in Zukunft verlassen möchte, muss einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Das kündigt die Regierung am Dienstag an. Im „Krone“-#brennpunkt-Talk unterstreicht Tirols Landeshauptmann Günther Platter, dass er mit der Testpflicht einverstanden ist. Aber rückt Tirol nach Ischgl wieder in den negativen Mittelpunkt? Moderatorin Katia Wagner diskutiert mit ihren Gästen Julian Hadschieff (Präsident des Club Tirol, Wahlwiener) und Dr. Norbert Nowotny (Virologe) über den Status Quo und die zehntägige Phase von Tirol als Sperrgebiet.

In Tirol ist die Zahl der Neuinfektionen niedriger als in anderen Bundesländern, allerdings gibt es nirgendwo sonst so viele Fälle mit der südafrikanischen Virusvariante. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wird Tirol vom Rest Österreichs „abgeriegelt“. Tirol wird zum zehntägigen Sperrgebiet.

„Haben ein massives Problem mit Südafrika-Mutation“
Landeshauptmann Günther Platter hat auf die neue Situation reagiert. Obwohl er Tirol auf einem sehr guten Weg sieht, was die Neuinfektionen betrifft, betont er: „Wir haben ein massives Problem mit der südafrikanischen Variante“, so Platter in der Sendung. Die Testungen um ein- und ausreisen zu können sieht er als „effizient und zumutbar“.

Brandherd in Tirol ist der Bezirk Schwaz, wo es mit Abstand die meisten aktiven Fälle der Virusvariante gibt. „Einerseits werden die Testkapazitäten ordentlich ausgebaut und wir appellieren an die Bevölkerung von Schwaz, dass die Testungen als eine persönliche Verpflichtung angesehen wird.“, so Platter.

Fehlendes Verständnis, umstrittene Abschottung
„Die Tiroler tun sich nicht einfach“, betont auch Julian Hadschieff. Das westliche Bundesland hätte sich in den vergangenen Monaten vorbildlich verhalten und trotzdem kassiere man wieder ab. Für viele Tiroler seien die gesetzten Verschärfungen schwer verständlich. Speziell im Bereich des Tourismus ginge laut Hadschieff seit Herbst nichts mehr. Auch das sorge für Unmut. „Wir spüren das ganz massiv“, verdeutlicht der Präsident des Club Tirol.

Die Abschottung vom Rest Österreichs ist auf die rund 200 Fälle der südafrikanischen Virusvariante zurückzuführen. Virologe Dr. Norbert Nowotny hätte anders gehandelt: „Ich hätte die Bezirke, die betroffen sind, aus dem Verkehr gezogen. Wenn man früher Bereiche wie Schwaz oder Kufstein isoliert hätte, dann hätten wir uns das sparen können.“ 

Zitat Icon

Ich hätte die Bezirke, die betroffen sind, aus dem Verkehr gezogen.

Virologe Dr. Norbert Nowotny

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