Aufatmen in Israel
Größter Waldbrand der Geschichte endlich gelöscht
Nur mit massiver Hilfe aus dem Ausland konnten die Brandherde bis Sonntagnachmittag unter Kontrolle gebracht werden, ehe sie vollständig gelöscht wurden. 24 ausländische Flugzeuge führten den Angaben zufolge mehr als 400 Löscheinsätze durch. 41 Menschen kamen ums Leben. Darüber hinaus vernichtete das Feuer mehr als fünf Millionen Bäume auf einer rund 50 Quadratkilometer großen Fläche. Mehr als 17.000 Menschen brachten sich vor dem Feuer in Sicherheit.
Jugendliche lösten Brand aus
Ausgelöst hatten den größten Waldbrand der Geschichte des Landes zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren. Sie hatten am Donnerstagvormittag in einem Wald nahe ihres Dorfes Usufija Feuer gemacht, um eine Wasserpfeife zu rauchen und Kaffee zu kochen. Von dieser Stelle aus habe sich der Brand dann ausgebreitet. Die Polizei wirft den beiden Brüdern jedoch nicht vorsätzliche Brandstiftung vor, sondern Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit.
Weltgrößtes Löschflugzeug im Einsatz
Nach einem vier Tage währenden, verzweifelten Kampf gegen das Flammenmeer gab am Ende die massive internationale Hilfe den entscheidenden Ausschlag. Elf israelische sowie 24 größere Löschflugzeuge aus dem Ausland flogen den ganzen Sonntag über einen Einsatz nach dem anderen. Und vor allem ein "Super-Vogel" machte die mehr als 3.000 erschöpften Feuerwehrleute und Soldaten glücklich: eine umgebaute Boeing 747. Israel hatte das weltgrößte Löschflugzeug kurzfristig im US-Bundesstaat Arizona gemietet. Der "Evergreen Supertanker" versprühte bei jedem Flug 80.000 Liter Löschmittel.
Israels Premier Benjamin Netanjahu bedankte sich für die große internationale Hilfe. "Die israelische Nation steht zusammen, und viele Länder der Welt stehen an der Seite Israels", sagte der Regierungschef. Das israelische Kabinett tagte am Sonntag in der Nähe des Katastrophengebietes. "Wir haben weder gezögert noch haben wir uns geschämt, um Hilfe zu bitten", sagte Netanjahu.
Regierung kündigt Hilfe für Betroffene an
Die Regierung kündigte indes am Sonntag ein Hilfspaket für die Betroffenen an. So sollen obdachlos gewordene Menschen mobile Wohnwagen als Unterkunft erhalten. Umgerechnet zwölf Millionen Euro werden für besonders betroffene Gemeinden zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus soll ein Plan vorbereitet werden, wie der Karmel-Nationalpark wieder aufgeforstet wird.
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