CD Projekt Red bleibt derzeit aber auch nichts erspart: Nach harten Wochen der Kritik am Sci-Fi-Rollenspiel „Cyberpunk 2077“ wegen zahlreicher technischer Mängel musste die polnische Spieleschmiede nun einräumen, einer Ransomware-Attacke zum Opfer gefallen zu sein. Die Angreifer drohten damit, Programmcode von unter anderem einer „unveröffentlichten Version von ‘The Witcher 3‘“ zu veröffentlichen, teilte das Unternehmen am Dienstag via Twitter mit. Auf die Lösegeldforderungen eingehen und zahlen wolle man aber nicht, hieß es.
Dem Entwickler zufolge hatte „ein nicht identifizierter Akteur“ unbefugten Zugriff auf das interne Netzwerk erlangt, bestimmte Daten der CD Projekt Capital Group erlangt und eine Lösegeldforderung hinterlassen. „Wir werden weder den Forderungen nachgeben noch mit dem Akteur verhandeln, da wir uns bewusst sind, dass dies letztendlich zur Freigabe der kompromittierten Daten führen kann“, teilte die Spieleschmiede via Twitter mit und fügte hinzu, dass, obwohl einige Geräte im Netzwerk verschlüsselt worden seien, „unsere Backups intakt bleiben“. Man habe die IT-Infrastruktur gesichert und begonnen, Daten wiederherzustellen.
„Engadget“ wies in einem Bericht darauf hin, dass der Hack auch für Gamer alarmierend sein könnte, da CD Projekt Red die Spieleplattform GOG.com besitze, die die privaten Informationen zahlreicher Abonnenten enthalte. Der Entwickler beschwichtigt jedoch: „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir bestätigen, dass die kompromittierten Systeme - nach unserem besten Wissen - keine persönlichen Daten unserer Spieler oder Nutzer unserer Dienste enthielten.“
Dem Unternehmen nach wurden die zuständigen Strafverfolgungsbehörden sowie IT-Forensik-Spezialisten verständigt, um den Vorfall zu untersuchen.
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