Für Budgetausgleich

Stadt Linz muss 74-Millionen-Euro-Kredit absegnen

Oberösterreich
02.12.2010 19:41
Am 16. Dezember verabschiedet der Linzer Gemeinderat das Budget für 2011. Nach dem Abschluss der Verhandlungen liegen die Zahlen nun endgültig am Tisch: Im ordentlichen Budget fehlen der Stadt nächstes Jahr 34,7 Millionen Euro, insgesamt muss ein Darlehen von 74 Millionen Euro aufgenommen werden.

Das Gesamtbudget der Stadt im kommenden Jahr beträgt 666 Millionen Euro. "Von den nötigen 74 Millionen Euro Darlehensbeitrag zahlen wir 16 wieder zurück, es verbleibt ein Netto-Darlehensvertrag von 58 Millionen Euro", weiß SPÖ-Finanzreferent Johann Mayr.

Für Rätselraten sorgte zuletzt noch die angekündigte Lohnerhöhung von 1,8 Prozent im Magistratsdienst, wo doch der Budgetvorentwurf noch eine Nulllohnrunde vorsah: "Für die dafür anfallenden Kosten von einer Million Euro sollten bei einem Gesamtbudget von 666 Millionen Euro genug Spielraum durch anderweitige Einsparungen sein", verteidigt Finanzreferent Johann Mayr diese Erhöhung.

Der hohe Abgang von 34,7 Millionen Euro ist für den Stadtrat mit neuen Buchungsvorschriften durch den Stabilitätspakt begründet: "Subventionen wie für die LIVA oder das Ars Electronica Center dürften künftig nicht mehr im außerordentlichen, sondern nur im ordentlichen Haushalt aufscheinen", so Mayr. 

Auffällig die Steigerung beim laufenden Verwaltungs- und Betriebsaufwand von 141,7 Millionen Euro auf 166,9 Millionen Euro im nächsten Jahr: Dort parkt die Stadt die Rücklagen für den defizitären Schweizer-Franken-Kredit.

Kronen Zeitung

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