"Wir Grüne haben immer verlangt, dass in Tirol nicht Geld auf der Straße liegen bleiben soll. Genau das ist jetzt aber vier Jahre lang der Fall gewesen. Denn eine höhere Lkw-Maut im Unterland wurde einfach nicht eingehoben – obwohl die Wegekostenrichtlinie der EU das erlaubt hätte", so Willi. Aus Rücksicht auf Tirol hat das Infrastrukturministerium bisher darauf verzichtet. "In Brüssel hat man das natürlich nicht verstanden, zumal es vor allem die Tiroler waren, die ständig die Kostenwahrheit auf der Straße gefordert haben", so der grüne Klubobmann.
Die Erhöhung der Maut bringt dem Staat jährlich zusätzlich 14 Millionen Euro an Einnahmen. "Geld, das wir dringend für die Finanzierung der Unterinntaltrasse brauchen", freut sich Willi, der sich im Ministerium versichert hat, dass der Brief mit dem entsprechenden Antrag inzwischen in Brüssel angekommen ist.
"Glaubwürdigkeitsproblem beendet"
Den Einwänden seitens der Tiroler Wirtschaft versucht Willi schon jetzt den Wind aus den Segeln zu nehmen: "Eine Tonne, die von Innsbruck nach Kufstein transportiert wird, wird gerade einmal um 60 Cent teurer. In Summe bringen aber die vielen kleinen Beträge 14 Millionen Euro, von denen eh zehn Millionen Euro auf die Transit-Lkw entfallen!"
Mit dem Brief nach Brüssel habe der Bund endlich das Glaubwürdigkeitsproblem Tirols beendet. "Wer immer nach Kostenwahrheit schreit, muss sie – wo immer möglich – auch wirklich umsetzen. Nachdem Tirol hier säumig war, hat das Verkehrsministerium die Sache jetzt endlich in die Hand genommen", schließt Willi.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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