Lebenslang droht
US-Republikaner wegen Geldwäsche verurteilt
Ausland
25.11.2010 07:43
Der frühere Präsident des US-Repräsentantenhauses, Tom Delay, ist von einem Gericht in Texas wegen Geldwäsche schuldig gesprochen worden. Er soll 2002 illegal Geld aus Spenden von Firmen an republikanische Kandidaten weitergeleitet haben. DeLay, der einst der mächtigste republikanische Politiker im Kongress war, droht nun eine lebenslange Haftstrafe.
Die Geschworenen in Austin berieten 19 Stunden, bevor sie ihr Urteil am Mittwoch bekannt gaben. Die Staatsanwaltschaft hatte dem früheren Abgeordneten aus dem Gebiet von Houston vorgeworfen, er habe illegal 190.000 Dollar (142.439 Euro) an Kandidaten in Texas weitergeleitet.
"Ein Missbrauch von Macht"
DeLay und seine Anwälte hatten die Anschuldigungen zurückgewiesen und betont, die Geldgeschäfte seien legal gewesen. Auch nach der Verhandlung zeigte sich der Ex-Politiker selbstsicher: "Das ist ein Missbrauch von Macht. Hier wird das Gesetz falsch angewendet und ich bin weiterhin überzeugt, dass ich unschuldig bin. Die Kriminalisierung der Politiker unterminiert unser System und enttäuscht mich zutiefst."
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