Der Bayer Erhard N. (37) war nicht nur eine Ausnahmeerscheinung für Drogenprozesse, sondern setzte Richterin Helga Moser auch mit einer völlig ungewöhnlichen Tatsache in Erstaunen: "Sie sind der erste Angeklagte, den ich kenne, der eine Drogenvorstrafe in Marokko aufweist."
In Innsbruck wurde ihm vorgeworfen, einem Kroaten im Unterland in mehreren Tranchen mehr als ein halbes Kilo Kokain geliefert zu haben, das er zuvor mit dem Flugzeug aus Mallorca importiert hatte. Bei der letzten Lieferung war er am Flughafen Salzburg mit 260 Gramm Koks und 3.450 Euro Bargeld geschnappt worden. Nicht zuletzt wegen der vielen Vorstrafen in Deutschland fasste Erhard N. drei Jahre Haft aus, die er auch sofort akzeptierte.
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