14.01.2021 12:32 |

Erhöhter Lawinengefahr

Schneemassen sorgen für Chaos auf Tirols Straßen

Die Schneefälle in Tirol haben am Donnerstag auf den Straßen für Unfälle und Verzögerungen gesorgt. Auf der Nordkette besteht erhebliche Lawinengefahr. Mehrere Straßen und Bahnstrecken wurden gesperrt.

Vor allem auf der Brennerautobahn (A13) blieben Lkw ohne Ketten hängen, hieß es von der Polizei zur APA. Auf der Inntalautobahn (A12) kam es in den Morgenstunden zu Staus. Ein Unfall, bei dem ein Kleintransporter auf einen Lkw aufgefahren war, führte zudem zu Verzögerungen. Auf vielen Straßen herrschte außerdem Schneekettenpflicht.

Am meisten Schnee blieb bis Donnerstagfrüh in Landeck liegen, hier schneite es bis zu einem halben Meter. Im Raum Innsbruck fielen 30 Zentimeter Schnee, im Laufe des Tages könnten es in der Landeshauptstadt sogar 40 Zentimeter werden, hieß es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Insgesamt zeigte sich in Tirol aber ein sehr differenziertes Bild - so verzeichnete man in Kufstein nur sieben Zentimeter Schnee.

Auch Bahnstrecken gesperrt
Die Arlbergbahnstrecke bleibt nach einer aktuellen Beurteilung durch die Lawinenkommission auch Freitag bis voraussichtlich 16 Uhr unterbrochen. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Landeck-Zams und Bludenz bleibt somit aufrecht. Aufgrund der längeren Fahrzeiten der Busse über den Arlberg warten die Railjetzüge in Landeck und in Bludenz die Busankunftszeiten nicht ab, die Reisezeit erhöht sich um etwa 60 Minuten.

Ebenso gesperrt bleibt die Brennerbahnstrecke zwischen Steinach und dem Brenner bis Freitag, voraussichtlich um 10 Uhr. Auch hier verkehren im Frühverkehr ersatzweise Busse für die Halte St. Jodok, Gries und Brenner. Zwischen Innsbruck und Steinach fahren die Züge laut Fahrplan.

Beruhigung am Nachmittag
Im Inntal sollte es über Mittag noch kräftig schneien, am Nachmittag war aber bereits eine Beruhigung in Sicht. In der Arlbergregion sollte es dagegen bis Freitag so weitergehen. Dann wird es laut Prognosen auch hier aufhören und sogar überwiegend sonnig werden. Erst am Sonntag werden die nächsten Niederschläge erwartet, die aber schwächer ausfallen sollen.

Lawinengefahr stark erhöht
Wegen drohender Lawinengefahr mussten zahlreiche Straßen in einigen Tälern gesperrt werden. Dies betraf etwa im Außerfern die Lechtalstraße. Auf vielen Straßen herrschte außerdem Schneekettenpflicht.

„Auch der Zufahrtsweg zur Arzler Alm und der Kollnerweg sind derzeit gesperrt. Ich appelliere daher an die Vernunft der Bevölkerung, die Gefahr nicht zu unterschätzen und die jeweiligen Sperren auf der Nordkette zu berücksichtigen“, betont Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.

Die winterlichen Verhältnisse haben indes die Lawinengefahr stark erhöht. So galt in weiten Teilen Tirols von Schwaz in Richtung Westen Lawinenwarnstufe „4“, also große Gefahr. Aufgrund von Neuschnee und Sturm werden Lawinen erwartet, vor allem über und im Bereich der Waldgrenze, berichtete der Lawinenwarndienst.

 Tiroler Krone
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