Der 40-Jährige habe zu den Vorwürfen bisher keine Angaben gemacht, hieß es beim Landeskriminalamt. Deshalb seien nun weitere Ermittlungen notwendig.
Der Vorwurf
Am vorvergangenen Wochenende war in einer Tabledance-Bar in Lustenau ein Streit eskaliert. Der 33-Jährige, der zuvor angeblich selbst einen Kontrahenten mit einem Klappmesser verletzt hat, und sein 35-jähriger Begleiter wollten vom Ort des Geschehens flüchten. Dabei wurden sie vom nun ausgelieferten Mann verfolgt, der mit einer Pistole mehrere Schüsse abfeuerte. Der 33-Jährige wurde im Brustbereich getroffen und lebensgefährlich verletzt, mit einer Notoperation konnte das Leben des Schussopfers aber gerettet werden.
Schon einmal mit Pistole aufgefallen
Der 40-Jährige hatte bereits im Juni großes Aufsehen erregt, als er in einem Tabledance-Lokal in Hohenems wild um sich schoss. Damals feuerte er im Zuge einer Auseinandersetzung mit dem Wirt zumindest mehrmals in den Boden. Allerdings gaben der 40-Jährige und der Wirt bei der Polizei völlig unterschiedliche Versionen zu Protokoll. Dem Mann wurden jedoch seine illegal besessene Pistole und sein Führerschein abgenommen.
Fehlender Führerschein wurde zum Verhängnis
Nach seiner Schussattacke auf den 33-Jährigen wurde dem 40-Jährigen auf seiner Flucht gerade die fehlende Fahrberechtigung zum Verhängnis. Weil er bei der Verkehrskontrolle in Bellinzona keinen Führerschein vorweisen konnte, stellten die Eidgenossen eine Anfrage bei den Sicherheitsbehörden in Vorarlberg. Als sich herausstellte, dass gegen den Mann ein Haftbefehl wegen Mordversuchs vorlag, nahmen ihn die Schweizer fest.
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