30.12.2020 08:00 |

Land verteidigt Plan

3900 Impfdosen liegen unberührt in Kühlschränken

Die ersten Spritzen wurden verabreicht, in Salzburgs Lagern liegen seit Dienstag tausende Wirkstoffe bereit, wöchentlich kommen weitere Lieferungen und trotzdem bleiben die Spritzen unberührt. „Dahinter steckt ein enormer logistischer Aufwand. Jetzt schon zizerlweise zu impfen wäre nicht zielführend“, so Christian Stöckl.

In speziellen Transportbehältern, auf Minus 75 Grad gekühlt und direkt aus Belgien kam am Dienstag die erste Impfstofflieferung für den pharmazeutischen Großhandel bei Jacoby GM Pharma in Hallein an. 3900 Dosen des Wirkstoffes von Biontech/Pfizer wurden mit der ersten Tranche für das Bundesland Salzburg geliefert. „Ab Jänner erwarten wir wöchentlich rund 4000 Impfdosen“, sagt Sonja Jacoby, die die erste Lieferung entgegennahm. In zwei speziellen Kühlschränken werden die Vakzine nun wochenlang gehortet, ehe sie den Salzburgern an voraussichtlich 232 Impfstellen gespritzt werden.

Warum dieses Zuwarten? „Logistisch ist das ein Mordsaufwand“, argumentiert Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP). Die Strategie und den Auftakt Mitte Jänner gibt der Bund vor. „Das macht schon Sinn erst loszulegen, wenn eine größere Menge Impfstoff bereitsteht. Ist das Serum einmal aufgetaut, muss es schnell verimpft werden“, so Stöckl. In kleinen Schritten zu starten sei nicht zielführend.

Dass es hierzulande später losgeht als etwa in Israel, liegt auch an der Impfstoffbeschaffung. Größere Mengen bekommen die EU und Österreich erst mit der Zulassung des Serums von AstraZeneca – die dürfte erst nach Jänner kommen. Bis dahin laufen in Salzburg die Vorbereitungen. Impfstraßen wie bei den Massentests und auch mobile Teams sind geplant.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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