Nach einer zehn Kilometer langen Verfolgungsjagd ramme ein Jung-Dealer aus Maria Schmolln bei Aurolzmünster sogar ein Polizeiauto.
Aufgrund von Hinweisen, dass ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Braunau trotz kürzlich erfolgter Verurteilung erneut mit dem Suchtgifthandel begonnen hatte, wurden seitens der Kriminaldienstgruppe der PI Braunau umfassende Ermittlungen eingeleitet. Dabei stellten die Polizisten fest, dass der 20-Jährige nach wie vor mit Drogen handelte, vor allem Abnehmer im Stadtgebiet von Mattighofen mit Suchtmitteln versorgte. Die zum Weiterverkauf abgepackten Drogen versteckte er bei einem Freund.
Zehn Kilometer lange Verfolgung
Am 8. Dezember 2020 wollten die Beamten den Mann nach der Beschaffung einer neuen Suchtgiftlieferung im Bezirk Ried anhalten. Trotz unmissverständlicher Anhaltezeichen, versuchte der 20-Jährige über eine Wegstrecke von etwa zehn Kilometern zu flüchten. Dabei fuhr er unter anderem mit 150 km/h durch ein Ortsgebiet. Außerdem musste ein Polizist zur Seite springen, um nicht überrollt zu werden. Im Bereich Aurolzmünster konnte der Drogendealer von mehreren Dienstfahrzeugen umstellt werden. Trotzdem wendete der 20-Jährige sein Fahrzeug, rammte einen Dienstwagen und versuchte erneut zu flüchten.
Drogen aus dem Fenster geworfen
Letztendlich konnte er aber von mehreren Polizisten aus dem Fahrzeug gebracht und festgenommen werden. Auf der Flucht hat der Beschuldigte einen Teil der Drogen aus dem Fenster geworfen. Diese konnten aber mit Hilfe von zwei Diensthunden wiedergefunden und sichergestellt werden. Insgesamt konnte dem 20-Jährigen der Verkauf von mehreren Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert im fünfstelligen Eurobereich nachgewiesen werden. Außerdem wurde eine größere Menge an Marihuana und Kokain sichergestellt. Der 20-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried in die Justizanstalt Ried eingeliefert.
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