Irgendwann in dieser stillen Adventnacht waren die Diebe trotz Corona-Lockdowns bei dem Verkaufsstand vorgefahren, hatten den Zaun um das Areal aufgezwickt und sich ungeniert an den strammsten Fichten und den zierlichen Tannen bedient. Das Fehlen der Christbäume wurde erst am nächsten Morgen vom Besitzer entdeckt - da war die Mitglieder der Bande aber längst über alle Berge.
Fahnder sind sich sicher, dass hier Profis am Werk waren, die ihre Beute mit einem Klein-Lkw abtransportiert haben müssen. Dass das Grün jemals wieder auftaucht ist unwahrscheinlich. „Da bräuchte es schon ein Weihnachtswunder. Denn die Bäume haben ja bekanntlich kein Mascherl“, so ein Ermittler zur „Krone“.
Nicht betroffene Standbetreiber wie Ludovico Tacoli, der in Fridau bei Obergrafendorf im Bezirk St. Pölten einen der prächtigsten und stimmungsvollsten Stände betreibt, wollen jedenfalls in den letzten Tagen vor dem Heiligen Abend besonders wachsam sein.
Mark Perry und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung
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