Bei Online-Sitzung

Eine Flasche Rotwein sorgt für jede Menge Ärger

Rund um den Weiterbau der S 10 bis zur tschechischen Grenze flogen schon wegen diverser Kleinigkeiten die Fetzen. Vorläufiger Höhepunkt ist der Zwist zwischen dem Rainbacher Bürgermeister Lorenz und Anwalt Wolfgang List. Es geht um den Genuss aus einer Flasche Barolo während der UVP-Verhandlung.

Auch vier Wochen nach den Verhandlungen für den Weiterbau der S 10 haben sich die Gemüter nicht beruhigt. Dabei geht es gar nicht um die noch immer offene Zukunft des Straßenbauprojekts an sich, sondern um die Verhandlung selbst.

Bürgermeister macht Ärger Luft
Laut dem Rainbacher Bürgermeister Günter Lorenz sollen dabei Wolfgang List, der Rechtsanwalt der Bürgerliste, und der Sachverständige Egon Zwicker respektlos agiert haben: „Während den Verhandlungstagen war online zu sehen, wie sie mit Weingläsern umher spazierten, die Herren dürften sich prächtig amüsiert haben!“

Anwalt holt zu Gegenschlag aus
Seinen Unmut teilte der Ortschef auch im Amtsblatt und auf der Gemeindehomepage mit. Das wiederum trieb List die Zornesröte ins Gesicht. „Wein ist ein Lebensmittel. Wir lassen uns von niemanden verbieten, in den eigenen vier Wänden ein Lebensmittel im erforderlichen Ausmaß zu genießen“, richtete der Jurist dem Bürgermeister aus.

Vorerst keine Klage
Es sei auch nicht an mehreren Tagen getrunken worden. Lediglich gegen Schluss der Verhandlung wurde eine Flasche Barolo geöffnet. Vom Rotwein haben List und Zwicker zwei Achterl konsumiert. Vorerst sieht List von einer Klage wegen übler Nachrede ab.

Bürgermeister beschwichtigt
Lorenz will künftig solche Aussagen unterlassen, sagt aber: „Es war nie meine Absicht, jemanden zu beleidigen. Dass es eine Verwarnung der Verhandlungsleitung gab, lässt mich annehmen, das nicht nur ich das Weintrinken während einer Verhandlung als äußerst unpassend erachte.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Mittwoch, 29. September 2021
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