Seit 2006 im Koma
Israels Ex-Premier Sharon nach Hause verlegt
Ein anderer Arzt hatte vor der Verlegung erklärt, Sharon sei nicht völlig bewusstlos, aber auch nicht voll bei Bewusstsein.
Koma eine "Strafe Gottes"
Kurz vor seiner schweren Erkrankung hatte Sharon eine politische Kehrtwende vollzogen: Der als "Bulldozer" bekannte Ex-General und Ministerpräsident, der stets als Freund und Beschützer der jüdischen Siedler galt, hatte gegen alle Widerstände beschlossen, den besetzten Gazastreifen sowie einige Siedlungen im Westjordanland zu räumen. Im Spätsommer 2005 wurde dieser Schritt vollzogen. Sharon verließ den rechten Likud-Block und gründete seine neue, etwas moderatere Kadima-Partei. Seine Wiederwahl schien gesichert, doch dann fiel Sharon am 4. Jänner 2006 ins Koma. Ultraorthodoxe Rabbiner sprachen von einer "Strafe Gottes".
Der Künstler Noam Braslavsky schuf eine Installation, die Sharon im Krankenbett zeigt, die geöffneten Augen ins Leere gerichtet. Das Werk, das einen Skandal auslöste, soll nach Angaben seines Schöpfers den Zustand Israels und seine derzeitige Haltung zum Nahost-Friedensprozess darstellen.
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