Länder-Verwechslung
Fauxpas bei Gipfel: Premier im Dirndl verärgert Australien
"Gillard kam vergangene Nacht in Seoul an, aber eine Tirolerin namens Julia Gillard dominierte in den vergangenen Tagen die Straßen von Seoul": So berichtete neben vielen anderen Medien in "Down Under" die australische Zeitung "The Courier Mail".
"Unsere Premierministerin hält zwar die richtige Flagge, ist aber so angezogen, als mache sie bei einem Jodel-Wettbewerb mit", macht sich die Zeitung lustig. "Julia Von Trapp", titelt eine Korrespondentin der "Australian" frei nach dem Austro-Exportschlager "The Sound Of Music" und schlägt vor, der Gillard-Figur doch lieber einen Bikini mit der australischen Flagge anzuziehen.
Australische Delegation empört
Bei der australischen Delegation kommt das Dirndl, das die Südkoreaner Gillard auf den Leib geschnitten haben, gar nicht gut an. Sie beschwerte sich bereits bei den Organisatoren.
Die Südkoreaner sind jedoch nicht die einzigen, denen ein derartiger Fauxpas passiert ist: Der damalige US-Präsident George W. Bush sprach etwa auch von "Austria", als er 2007 bei einer internationalen Konferenz in Sydney zu Gast war.
Frau wollte sich anzünden
Aber nicht nur die Gillard-Figur im Dirndl sorgte im Vorfeld des Gipfels für Aufregung. Am Donnerstag versuchte eine Frau, sich vor dem Tagungszentrum anzuzünden. Nach Angaben der Polizei überschüttete sie sich mit Farbverdünner und schrie: "Ich bin gegen die G-20!" Sicherheitsleute konnten die Frau überwältigen, bevor sie sich in Brand setzen konnte. Sie wurde festgenommen.
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