14.12.2020 15:00 |

Verkehrsunfall im Juli

Biker tot:Mann zu 2.100 Euro Geldstrafe verurteilt

Ein 45-jähriger Autofahrer ist am Montag im Landesgericht Ried zu einer unbedingten Geldstrafe von 2.100 Euro verurteilt worden, weil er Ende Juli einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat. Der Salzburger hatte beim Linksabbiegen ein entgegenkommendes Motorrad übersehen. Der 55-jährige Lenker überlebte nicht.

Auch knapp fünf Monate nach dem tragischen Unfall konnte der Angeklagte dem Gericht keine Erklärung dafür geben. „Ich hätte ihn sehen müssen, habe es aber nicht“, meinte er hörbar mitgenommen. Er wollte am 28. Juli von der B148 im Bezirk Braunau Richtung Friedburg abbiegen. Er hatte den Wagen schon auf 25 km/h herabgebremst, als er auf einmal einen Schlag am Auto spürte, erinnerte er sich. Erst an den Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer habe er bemerkt, dass etwa passiert sein musste.

Mit dem Heck hatte er beim Abbiegen das Motorrad erwischt, der Biker sei laut Gutachter 15 Meter durch die Luft geschleudert worden, landete auf der Gegenfahrbahn und wurde dann noch von einem Pkw überrollt. Der 55-Jährige erlag wenig später im Krankenhaus in Braunau seinen Verletzungen.

Nachdem der Angeklagte zur Zeit des Unfalls nicht alkoholisiert war und auch nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob das Licht an der Maschine eingeschaltet war, verurteilte das Gericht den Angeklagten nur wegen fahrlässiger Tötung. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm grob fahrlässige Tötung zur Last gelegt. Der Salzburger erhielt eine Geldstrafe von 140 Tagsätzen a 30 Euro, 70 wurden ihm bedingt nachgesehen. Das Urteil ist rechtskräftig.

 Salzburg-Krone
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