Aufseher befreit
Brasilien: 18 Tote bei Meuterei in Gefängnis
Den Behörden zufolge wurden am Dienstag neun tote Häftlinge aus dem Gefängnis geborgen, nachdem bereits zu Beginn der Meuterei am Montag neun Insassen ums Leben gekommen waren. Die Häftlinge in dem Hochsicherheitsgefängnis von Pedrinhas, der Hauptstadt des Bundesstaats Maranhao, brachten während einer Inspektion einen Wärter in ihre Gewalt.
Als dieser später mit einer Schussverletzung freigelassen wurde, haben die Insassen fünf weitere Wärter als Geiseln genommen. Die Führung des Gefängnisses sowie die Polizei und ein Richter führten seit Montag Verhandlungen mit den Geiselnehmern. Ein Sondereinsatzkommando der Militärpolizei war in Alarmbereitschaft.
Insassen protestieren für bessere Haftbedingungen
Lokalen Medien zufolge protestierten die Insassen für bessere Haftbedingungen in der überfüllten Anstalt. Nach Angaben der Behörden forderten die Häftlinge den Rücktritt des Gefängnisdirektors sowie die Möglichkeit, in ihren Zellen privaten Besuch zu empfangen.
Überfüllung und der Mangel an Aufsehern sind meist die Ursachen für Gewalt in Brasiliens Gefängnissen. Vielfach beherrschen kriminelle Banden die Anstalten, deren Leitung oft korrupt ist.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.