Jahrelang standen Ermittler im steirischen Bezirk Liezen vor einem Rätsel, nun könnte es aber gelöst sein: Seit 2015 stand immer wieder derselbe Bauernhof in Flammen, zuletzt im März dieses Jahres. Auch damals war ein Feuerteufel am Werk. Nun wurde ein Verdächtiger ausgeforscht - und zwar der Besitzer selbst!
Schauermärchen machten im Ort deswegen die Runde, manche orteten Eifersüchtelei als Motiv, andere sahen Bereicherung dahinter. Möglicherweise trifft Zweiteres zu. Denn am Mittwoch nahm die Polizei den 50-jährigen Besitzer des Gehöfts fest! Er soll für zumindest zwei der insgesamt vier Brände auf dem Hof verantwortlich sein.
Brände, die teilweise fatale Folgen hatten. Wir erinnern uns: Im Juni 2016 stand der Hof in Flammen, sieben Rinder und 45 Schafe verendeten qualvoll. Zuletzt mussten die Florianis Mitte März dieses Jahres ausrücken. 13 Feuerwehren standen damals im gefährlichen Löscheinsatz, das Landwirte-Ehepaar hätte den Weg alleine wohl nicht mehr geschafft, auch die Tiere konnten rechtzeitig auf die Wiese getrieben werden. Wieder war es Brandstiftung!
Über vier Millionen Euro Schaden
Zu den Vorwürfen schweigt der Verdächtige, dessen Haus sogar mit Videoüberwachung ausgestattet worden war, um den Täter auszuforschen. Er wird wegen Tierquälerei und schweren Betrugs angezeigt. Schaden: ca. 4,5 Millionen Euro!
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