10.12.2020 08:23 |

Tief in roten Zahlen

Wegen Corona: TUI mit mehr als 3,1 Mrd. € Verlust

Es ist zwar keine Überraschung, dennoch sind es schlechte Nachrichten für den weltgrößten Reisekonzern TUI: Die Corona-Krise riss das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen. Bis Ende September stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 3,1 Milliarden Euro nach 416 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor, wie TUI am Donnerstag mitteilte. Wegen des Einbruchs im Reisegeschäft sackte der Umsatz im Jahresvergleich um 58 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zusammen.

Trotz der anhaltenden Reisebeschränkungen, der hohen Infektionszahlen und der absehbar langen Zeit, bis genügend Impfungen das Reisen wieder normalisieren dürften, sieht Vorstandschef Fritz Joussen Licht am Ende des Tunnels: „Die Aussicht auf Impfungen ab dem Jahresbeginn lässt die Nachfrage nach Sommerurlaub 2021 deutlich steigen.“ Im Jahr 2022 erwartet TUI eine Rückkehr auf das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr traut sich der Vorstand wegen der großen Unsicherheiten rund um die Pandemie aber nicht zu.

TUI hat sich bei der deutschen Regierung bereits eine dritte Finanzspritze gesichert, um die Krise zu überstehen. Einschließlich des dritten Finanzierungspakets verfügte der Konzern Ende November über Finanzmittel von rund 2,5 Milliarden Euro. Zudem will der Konzern seine Kosten jetzt langfristig statt um 300 Millionen nun um 400 Millionen Euro senken.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).