500 weitere geplant

1.000. Post-Partner eröffnet seine Pforten in Lilienfeld

Niederösterreich
08.11.2010 11:26
In Lilienfeld hat bundesweit der tausendste Post-Partner die Pforten geöffnet. Zusammen mit den Postämtern hat die Post AG damit nun 1.866 Geschäftsstellen. 500 weitere Post-Partner sollen noch hinzukommen, Ziel des börsenotierten Unternehmens sind 2.000 Filialen. Somit werden noch 366 Ämter durch Greißler & Co ersetzt. Im Postmarktgesetz sind 1.650 Geschäftsstellen vorgeschrieben. Die Post-Servicestellen - sozusagen Partner "light" - gibt es nicht mehr, sie wurden alle auf Partner umgestellt.

"Die Schließungsdiskussion hat immer einen negativen Beigeschmack gehabt, aber die Post-Partner sind etwas positives", betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Er sprach am Montag von einem "Erfolgsmodell", das zeigt, wie kreative Lösungen aussehen können - daran könne sich die Bundesregierung beim Budget ein Beispiel nehmen, gab Leitl zu bedenken. Mittlerweile gebe es schon Unternehmer, die gleich mehrere Post-Partnerschaften anbieten. Selbst in Wien gibt es bereits sechs Post-Partner, ein Partner ist in einem Kloster (Sift Rein, Steiermark) angesiedelt.

Kaufleute sollen von erhöhter Kundenfrequenz profitieren
Ein Post-Partner (z. B.: Lebensmittelgeschäfte, Trafiken, Apotheken, Gemeindeämter, etc.) bekommt knapp 20 Cent pro Annahme eines Briefes. Für die Annahme eines Paketes gibt es 98 Cent, für die Abgabe 72 Cent. Laut Leitl profitieren die Kaufleute vor allem von einer erhöhten Kundenfrequenz, genaue Zahlen dazu lassen sich aber nicht festmachen.

Die teilstaatliche Post hatte vor einem Monat mitgeteilt, dass sie ihre Kooperation mit Bankpartner BAWAG P.S.K. ausbauen will. Insgesamt soll es 520 gemeinsame Standorte geben. Die BAWAG hat heute rund 150 eigene Bank-Filialen. 120 davon gehen in die neue Filialgemeinschaft ein, 30 werden in größere Post-Filialen hineinverlegt. 400 Niederlassungen und damit der größere Rest der künftig 520 Standorte des neuen Typs stammen also von der Post. Die Post ist seit dem Banken-Not-Ausstieg des Gewerkschaftsbundes mit rund 5 Prozent an der BAWAG beteiligt. Rund 52 Prozent der Post AG gehört dem Staat.

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