Halb erfroren

Teenager reisten auf Lkw-Achse nach Österreich

Zum Gotterbarmen! Zitternd und halb erfroren wurden zwei junge Afghanen am Mittwoch früh auf der A9 bei der Raststation Pyhrn-Priel-Ost in Oberösterreich aufgegriffen. Die beiden Teenager gaben an, bei Minusgraden in einem Versteck über den Achsen eines Lkw-Anhängers von Bosnien kommend eingereist zu sein. Sie wollten nach Paris ...

Ein Pendler sah, wie die beiden illegalen Einwanderer in den Morgenstunden auf Höhe der Raststation Pyhrn-Priel-Ost am Pannenstreifen auf der A9 Richtung Wels gingen und alarmierte die Autobahnpolizei Klaus. Die Beamten griffen die beiden gegen 7.45 Uhr auf. Die Jugendlichen gaben an, dass sie aus Afghanistan kämen und 17 Jahre alt seien. Sie konnten sich nicht ausweisen.

Bei Pause runtergeklettert
Weiters sagten die beiden, dass sie die vergangenen beiden Monate in Bosnien-Herzegowina verbracht hätten und nun zu einem Freund nach Paris wollten. Da sie kein Geld hatten, waren sie bei einem türkischen Lkw unter den Anhänger geklettert und auf den Achsen des Anhängers von Bosnien-Herzegowina bis auf den Parkplatz in Oberösterreich gefahren. Dort habe der Lenker eine Pause eingelegt und sie seien runtergeklettert.

Achtstündige Fahrt
„Die beiden haben arg gezittert, waren stark unterkühlt. Ob sie wirklich auf den Achsen oder in einem Werkzeugkasten die mehr als achtstündige Fahrt bei Minusgraden von Bosnien hinter sich gebracht haben, wissen wir nicht“, so ein Polizist, der die jungen Migranten mit Tee und Essen versorgte. „Sie wussten nicht, dass sie sich in Österreich befinden und kannten unser Land auch nicht.“ Die Afghanen wurden der Fremdenpolizei in Wels übergeben. Vergangene Woche wurden in Oberösterreich übrigens zwanzig illegale Einwanderer aufgegriffen.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Montag, 20. September 2021
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