Am 16. März marschierte der Schüler auf die Polizeiinspektion im Großraum Innsbruck und schilderte in allen Details, dass er überfallen worden wäre. Obwohl die Beamten stutzig waren – immerhin soll sich der Überfall schon einen Monat zuvor abgespielt haben, begannen die intensiven Ermittlungen nach dem unbekannten Täter.
Der Schüler hatte zwar niemanden konkret beschuldigt, dennoch "einen riesengroßen Blödsinn gemacht", wie er am Freitag vor Gericht zugab. Über die Gründe wollte er vor dem Richter nicht mehr sprechen. Er hatte aber eine Ausrede gegenüber seinen Eltern gebraucht. Er hatte aus Wut seine Kleidung zerrissen – und rechtfertigte dies dann mit dem "Überfall".
Am Freitag musste er sich in Innsbruck wegen "falscher Beweisaussage" und "Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung" verantworten. Das Gericht verurteilte den jungen Mann zu einer Geldstrafe von 1.440 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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