70 Millionen Euro:

Plan für neue Salzach-Brücke wackelt schon wieder

BraunauDas fängt ja gut an! Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen Oberösterreich und Bayern für eine neue Querung der Salzach formiert sich Widerstand. Kritisiert werden nicht nur die enormen Kosten von 70 Millionen €. Auch der Untergrund soll für die Brückenpfeiler ungeeignet sein.

„Die Voraussetzungen sind alles andere als einfach. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam mit unseren bayrischen Freunden eine Lösung finden werden. Schlussendlich wird es darauf hinauslaufen, dass wir die Steine, die uns im Weg liegen, aufsammeln und daraus eine Brücke bauen werden“, ist sich FP-Landesrat Günther Steinkellner beim Bau der neuen Salzachbrücke vom bayrischen Kelchham ins oberösterreichische Riedersbach der vielen Probleme bewusst.

Keine Alternativen
Es gibt so gut wie keine Alternativen. Die mehr als 85 Jahre alte Brücke zwischen Ostermiething und Tittmoning ist laut Fachleuten nicht einmal mehr ein Sanierungsfall. Die nächsten Flussquerungen befinden sich rund 20 Kilometer entfernt in Hochburg-Ach sowie in Oberndorf. „Für die Wirtschaft und die Bevölkerung in der Region braucht es deshalb eine neue Salzachbrücke“, meint der Innviertler ÖVP-Landtagsabgeordnete Ferdinand Tiefnig.

Bürgerinitiativen befürchten Verkehrslawine
Doch die Pläne für einen Bau in Riedersbach wackeln gehörig. Es haben sich bereits erste Bürgerinitiativen an beiden Ufern des Flusses formiert. Sie befürchten eine Verkehrslawine und kritisieren die hohen Kosten von rund 70 Millionen Euro für die rund einen Kilometer lange Brücke. Grund für den extrem hohen Preis: Der Untergrund ist nicht hart genug. Für eine sichere Stabilität müssen die Pfeiler extrem tief gebaut werden. Auch rechtlich gibt es einige Hürden. Das gesamte Brückengelände ist zum europäischen Schutzgebiet erklärt worden.

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