26.11.2020 18:23 |

300.000 € unter Plan

Trotz Corona: ORF erwartet ausgeglichenes Ergebnis

Der ORF rechnet damit, das heurige Jahr trotz der Corona-Krise ausgeglichen abzuschließen. „Wir haben ein extrem schwieriges Jahr, das durch die Corona-Situation geprägt war“, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Publikumsratssitzung am Donnerstag. Dennoch könne aller Voraussicht nach ein positives Ergebnis erzielt werden. 2021 soll ein Fokus auf „Erholung und Unterhaltung“ gelegt werden, berichtete Publikumsrat Andreas Kratschmar aus dem Programmausschuss.

Es habe sich ausgezahlt, dass der ORF seit dem ersten Lockdown ins Programm investiert habe. „Mit den hohen Zuschauerzahlen ist auch das Vertrauen der Werbewirtschaft rascher zurückgekommen, als wir angenommen hatten“, sagte Wrabetz.

200 Millionen Euro Werbeerlöse
Erwartet wird, dass der ORF 2020 (ohne Tochterunternehmen) mit 15,4 Millionen Euro vor Steuern abschließt. Damit würde er 300.000 Euro unter Plan liegen. Das Ergebnis des ORF-Konzerns vor Steuern wird mit 22,5 Millionen Euro prognostiziert - das sind 300.000 Euro mehr als im Finanzplan für 2020 ursprünglich vorgesehen. Die Programmentgelte sollen bei 644,9 Millionen Euro liegen, das wären 2,3 Millionen Euro weniger als budgetiert. Erwartet werden außerdem Werbeerlöse in Höhe von 200 Millionen Euro, das wären 10,8 Millionen Euro weniger als vorgesehen.

Auch der Finanzplan für 2021 sieht aufgrund des Sparprogramms in Höhe von 75 Millionen Euro ein ausgeglichenes Ergebnis vor. Dennoch werde es „hohe Investitionen ins Programm geben“, versicherte Wrabetz. Das Standortprojekt liege im Plan, auch der Player sei budgetiert. „Es ist ein großer Wurf, der in der Umsetzung ambitioniert ist“, so der Generaldirektor.

Derzeit wird am Strategiekonzept bis 2025 gearbeitet. Es soll nächste Woche dem Stiftungsrat vorgelegt werden, kündigte Wrabetz an. Kernherausforderung sei die „Plattformchallenge“, also die Frage, was der ORF den internationalen Konzernen entgegensetzen kann, betonte er einmal mehr. Grundprinzip sei „ein User-zentrierter Ansatz“.

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