27.11.2020 17:00 |

Kultur im Lockdown

Bühnenoutfit anstatt Juristenrobe für Susi Kra

Wie ein bunter, charismatischer Wirbelwind begeistert sie Live mit poetischen, sinnstiftenden Texten, die mit sattem Sound unterlegt sind. Susi Kra verließ einen honorigen, sicheren Job, um wie „Alice im Wunderland“ unseren Alltag durch die Kraft ihrer Berufung bunter und lebensfroher zu machen.

Susi Kras Augen fangen an zu strahlen, wenn sie über ihre Großmutter zu erzählen beginnt: „Meine Großmama ist in allen Bereichen ein äußerst kreativer Geist, der zeichnete, malte und ausgefallene Bekleidungsstücke entwarf, diese nähte und das alles mit einem unglaublichen Gespür und Auge für Ästhetik. Ich zählte fünf Jahre, als sie mich vor eine große weiße Leinwand stellte, mir einen Pinsel und Ölfarben gab und einfach nur sagte – mach etwas daraus“.

Der notwendige Keim für das Hineinfinden in die heutige künstlerische Berufung von Susi Kra wurde also durch diese inspirierende Frau in den späten 1980er Jahren im heimatlichen Innsbruck gelegt.

Das Leben sah zunächst einen anderen Weg für sie vor. Susi studierte nach der Matura Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und arbeitete dann in der Bundeshauptstadt in einem sehr sicheren Berufsumfeld als gewichtige, honorige Juristin. Dann kam ein Punkt, der ihr Leben, wie sie betont, „total zum Guten veränderte“. Die Geburt ihres zweiten Kindes, einer Tochter, gab den Anstoß dafür, das Bisherige grundlegend zu verändern.

Dem heute fünfjährigen Mädchen musste wegen eines Gendefektes vor knapp drei Jahren die Leber transplantiert werden. Dies brachte Mutter Susi dazu, die Juristenrobe an die Wand hängen, um sich voll und ganz der Musik zu widmen. Die vierköpfige Familie zog zurück nach Innsbruck und Susi rief das Familienhilfsprojekt „Stille Helden“ ins Leben, dessen Charity-Song vergangenen Juni präsentiert wurde.

Auch Klaus Schubert vertraut auf ihr Können
Aber nicht nur mit ihrer Band „Jetzt und Wir“, in welcher auch ihr Mann Bernhard mitspielt, ist die innovative Innsbruckerin auf dem Erfolgsweg. Auch Klaus Schubert, das Urgestein des Tiroler Hardrocks, vertraut auf das Können von Susi Kra. So stammt der Text seines letzten gemeinsamen Projektes mit Legenden des Austropops, der Hit-Song „Mir san Österreich“, aus ihrer Feder.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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