Kaum Kurzarbeiter

Aufschwung – Firmen investieren wieder Millionen

Oberösterreich
02.11.2010 15:09
"Wir haben die Talsohle deutlich durchschritten, aber überm Berg – bei den Zahlen von 2007 und 2008 – sind wir noch nicht", hat Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl die Konjunkturerholung zusammengefasst. Optimsmus für den Aufschwung sei aber angebracht: Die Unternehmen investieren Millionen in Neubauten.

Wegen der Krise aufgeschobene Investitionen, die nun realisiert werden, gelten als Parameter für den Aufschwung. Das meiste Geld – 145 Millionen Euro bis 2012 – nimmt Borealis für neue Anlagen in Linz in die Hand. Die Fensterhersteller Josko und IFN/Internorm, die vom Sanierungsboom profitieren, investieren je 25 Millionen.

Greiner Bio one erweitert den neuen Betrieb in Rainbach um ein Forschungszentrum für sechs Millionen Euro und baut um 14,7 Millionen ein neues Logistikzentrum in Kremsmünster. Dort kommen auch noch weitere fünf Millionen für ein neues Headquarter für die ganze Greiner Group dazu.

Standortvorteil
Weil Oberösterreich bei den Genehmigungen schneller ist, hat Banner Batterien den Plan eines Neubaus in der Slowakei aufgegeben und investiert nun 15 Millionen Euro in Leonding. Hueck Folien und Kellner & Kunz bauen ebenfalls jweils um zweistellige, Riedel Glas und Delfin wellness um einstellige Millionenbeträge.

Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich der Aufschwung am deutlichsten im Abbau der Kurzarbeit: 18.000 Leute waren auf dem Höhepunkt der Krise betroffen, jetzt sind es nur noch 384. Das Land hält dennoch an seiner Beschäftigungspolitik fest: "Wir investieren massiv in regionale und individuelle Programme", erklärt Sigl.


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