21.11.2020 12:00 |

Entsorgungschance

Kampf gegen die Neophyten in Roppener Anlage

Invasive Pflanzenarten, genannt Neophyten, überwuchern oft die „Einheimischen“ und sind gesundheitsgefährdend. Dass die Ausbreitung möglichst verhindert werden muss, darüber herrscht Einigkeit. Bisher ist aber die Entsorgung das Sorgenkind. Ein Versuch in der Biogasanlage Roppen könnte zum Meilenstein werden.

Sie können der Gesundheit von Mensch und Tier nachhaltig schaden und verdrängen heimische Arten: eingeschleppte Pflanzenarten, genannt Neophyten. Einmal angesiedelt ist es nahezu unmöglich, sie wieder loszuwerden. Das Neophytenkompetenzzentrum Tirol mit Konrad Pagitz an der Spitze nahm den Kampf bereits vor vielen Jahren auf. „Die Entsorgung war bis dato das größte Problem, weil die invasiven Arten einer Verbrennung zugeführt werden müssen und diese sehr teuer ist“, weiß Pagitz.

Spannendes Forschungsprojekt 
Dieser Problematik widmet sich nun das Regionalmanagement Imst. Initiiert wurde ein Forschungsprojekt, das herausfinden soll, ob Biogasanlagen Neophyten abtöten können. Als Versuchsanlage dient jene in Roppen. „Spannend ist, ob man sie bereits mit rund 50 Grad unschädlich machen kann“, ist Eva-Maria Weinseisen vom Abfallverband Tirol West gespannt. Man führe sie einfach der „normalen“ Fermentierung zu. Sollte dies der Fall sein, wäre das ein Durchbruch in der Entsorgung. Parallel schaut man sich die Lagerung in abgeteilten Containern an. Ergebnisse werden im nächsten Jahr erwartet.

Hubert Daum
Hubert Daum
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