Schwarzer Hut, dunkle Sonnenbrille, todernste Miene – Martin Hruby ist so cool, dass es einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Lässig klopft der Tscheche auf den Tisch und schiebt einen blauen Chip (im Wert von 10.000 Euro!) in die Runde.
Er ist einer der letzten 24 Profis, die beim spektakulären Poker-Turnier im Wiener Kursalon übrig geblieben sind – und die es nur auf eines abgesehen haben: die 700.000 Euro.
Musik gegen die Anspannung
Die Luft ist stickig im Saal. Fast jedem Teilnehmer tropft der Schweiß von der Stirn. An Mini-Ständen verkaufen blonde Turnier-Angestellte Wurstsemmeln, Colaflaschen und Kaffee. "Bis zu 10 Stunden am Tag dauert ein Spiel – das kann für die Spieler ganz schön anstrengend werden", erklärt Veranstalter Jonathan Luetkenhorst beim "Krone"-Lokalaugenschein. Um die Anspannung besser aushalten zu können – vor allem aber um sie zu verbergen –, tragen die Männer (alle Teilnehmerinnen sind schon ausgeschieden) Kopfhörer. Luetkenhorst: "Heavy Metall, Punk, Mozart. Sie hören ihre Lieblingsmusik, um runterzukommen."
Ein Einzelspiel ist vorbei. Martin Hruby ist eine Runde weiter. Ein Lächeln oder sonst ein Anzeichen von Freude? Fehlanzeige! Denn noch ist nichts entschieden – und einen Tisch weiter sitzt Daniel Negreanu, der Favorit des Turniers. Der Kanadier ist derzeit der wohl beste Poker-Spieler der Welt. Experte Luetkenhorst: "Bei diesem Mann kann sich das Blatt im letzten Moment wenden."








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