Tsunami in Indonesien

Helfer entdecken 135 Vermisste auf Insel

Ausland
30.10.2010 13:57
In Indonesien sind auf der von einem Tsunami verwüsteten Inselkette 135 Vermisste lebend gefunden worden. Die Rettungskräfte hätten die Menschen in den Hügeln der Insel Nord-Pagai entdeckt, teilte ein Sprecher am Samstag mit. Damit sei die Zahl der vermisst gemeldeten Personen von 298 auf 163 gesunken. Die Zahl der Todesopfer der am Montag durch ein Erdbeben der Stärke 7,7 ausgelösten Flutwelle stieg unterdessen auf 413.

Die Hilfsmaßnahmen gestalteten sich in der abgelegenen Inselkette vor Sumatra wegen des hohen Seegangs, des heftigen Regens und dem Fehlen von Booten weiter schwierig. "Hilfsmittel sind reichlich vorhanden. Unglücklicherweise fehlt es aber an ausreichend Booten, um sie rasch zu verteilen", sagte ein Leiter der Hilfsoperation. So hätten bisher nur fünf Prozent der im Hafen von Sikakap auf der Insel Nord-Pagai eingetroffenen Hilfsmittel zu den Betroffenen ausgeliefert werden können.

Panik nach erneutem Vulkan-Ausbruch
Unterdessen blickt die Bevölkerung weiterhin gebannt auf den 1.300 Kilometer weiter südlich gelegenen Vulkan Merapi. Nach donnerartigen Explosionen Samstag früh und dem Ausstoß von Asche- und Lavawolken bis in 3,5 Kilometer Höhe hatte die Zivilbevölkerung und die um den 2.914 Meter hohen Berg stationierten Sicherheitskräfte in Panik die Flucht ergriffen. Dabei starben Ärzten zufolge zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. Die Opferzahl erhöhte sich damit auf 38.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele