19.11.2020 12:16 |

Naturschutzgebiet!

Umweltallianz fordert Stopp der Kraftwerkswelle

Sieben Wasserkraft-Projekte bedrohen, wie berichtet, die Flüsse im Einzugsgebiet der Isel. Damit würde eine einzigartige Wildfluss-Landschaft für immer zerstört, befürchten Umweltschützer. Eine neue Allianz fordert den sofortigen Stopp für alle Kraftwerksbauten. In einem gemeinsamen Manifest schlägt man nun vor, die Isel und ihre Zubringer als Naturschutzgebiet auszuweisen.

„Die Lebensadern Osttirols sind bedroht, weil einzigartige Ökosysteme verbaut und ausgebeutet werden sollen. Dennoch sieht die Politik bisher tatenlos zu, wie ein Kraftwerk nach dem anderen geplant und durchgeboxt wird“, kritisiert WWF-Gewässerschutz-Expertin Marianne Götsch.

Schutzgebiet sichern für die Zukunft
„Durch ein neues Naturschutzgebiet könnten die Isel und ihre Zubringer für die Nachwelt gesichert werden. Ansonsten befürchten wir, dass immer wieder eindeutig naturschädliche Projekte mit einer politischen Weisung durchgedrückt werden.“ Durch die Kraftwerkswelle im Einzugsgebiet der Isel würde der Hauptfluss geradezu amputiert und Wasser über insgesamt 42 Flusskilometer abgeleitet. „Erst wurde das Kraftwerk Lesachbach bewilligt, dann nach unzureichender Prüfung der Ausbau des Kraftwerks Schwarzach, und als nächstes droht eine neue Anlage am Kalserbach.

In Summe drohen alle diese Kraftwerke unsere einzigartige Wildfluss-Landschaft trotz Schutzgebiet zu zerstören“, befürchtet Renate Hölzl, Obfrau vom Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttirol (VEO). „Verbauen wir unsere Flüsse, so verbauen wir unsere Zukunft.“

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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