320 Euro Strafe

Impfverweigerer: "Lieber geh' ich ins Gefängnis"

Kärnten
28.10.2010 18:33
Der Wirbel um die Blauzungenkrankheit im vergangenen Jahr hat Konsequenzen für einige Kärntner Landwirte, die sich geweigert hatten, ihre Tiere impfen zu lassen. Auch ein Feldkirchner Ziegenzüchter wurde deshalb zu einer Geldstrafe verurteilt. Er weigert sich aber entschieden zu zahlen: "Lieber geh' ich ins Gefängnis!"

Der Pensionist Ernst Kraschl sieht nämlich nicht ein, warum er bestraft werden soll, während Impfrebellen in anderen Bundesländern wesentlich zuvorkommender behandelt werden. In Salzburg und der Steiermark wurden Urteile wieder aufgehoben. Ja, die Bezirkshauptmannschaft in Feldbach (Steiermark) hat sogar damit begonnen, einbezahlte Strafen zurückzuzahlen!

Auch Kraschls Geldstrafe in Höhe von 320 Euro war vom Verwaltungsgerichtshof als ungerechtfertigt zurückgewiesen worden. Doch der Unabhängige Verwaltungssenat hat den Feldkirchner in einem neuen Verfahren erneut wegen Übertretung des Tierseuchengesetzes verurteilt, auch wenn man die Strafe auf 120 Euro herabgesetzt hat.

Kraschl: "Mittlerweile haben viele Behörden eingesehen, dass die Strafen zu Unrecht verhängt wurden. Nur bei uns in Kärnten gehen die Uhren anders. Dabei hat es bei keinem einzigen Impfverweigerer einen Blauzungenfall gegeben. – Jetzt lass' ich es darauf ankommen!"

"Kärntner Krone"

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