Suche nach Ausweg

Jede zweite Kärntner Gemeinde ist fast pleite

Kärnten
27.10.2010 22:11
Die Zahl der Zuschussgemeinden in Kärnten explodiert: Waren es im Jahr 2008 lediglich zwölf Kommunen, die Hilfe für ein ausgeglichenes Budget brauchten, sind es derzeit 64. Damit ist fast jede zweite Kärntner Gemeinde, genauer gesagt sind es 48 Prozent, extrem finanzmarode. Jetzt beginnt die Suche nach Auswegen.

Die Ausgaben steigen, die Einnahmen sinken. In dieser Schere finden sich Kärntens Bürgermeister und Amtsleiter, aber natürlich auch alle Bürger wieder. Kein Wunder, dass zuletzt auch wieder die Idee von Gemeindezusammenlegungen im Raum stand.

Eine Überlegung, der Gemeindereferent Landesrat Josef Martinz (ÖVP) eine eindeutige Absage erteilt: "Besser wäre es, die Kosten durch gemeinsame Nutzung von Bauhöfen, Infrastruktur und Schulen für die einzelnen Kommunen zu senken."

Etwa, was in Sittersdorf, Bad Eisenkappel, Gallizien und Globasnitz bereits praktiziert werde, schildert Franz Sturm, der Leiter der Gemeindeabteilung.

Es gibt aber auch andere Fakten, die teuer kommen. So haben die Gemeinden des Gegendtales, Treffen, Arriach, Afritz und Feld, vier unterschiedliche EDV-Systeme. Bürgermeister Max Linder von Afritz zur "Krone": "Das soll vereinheitlicht werden, um kooperieren zu können." 2011 soll ein großer Kärntner Gemeindekonvent stattfinden.

von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone"

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