Kinderherz Zentrum

Marlene mit Herzklappen-OP im Mutterleib gerettet

Sie ist groß für ihr Alter, aufgeweckt und fröhlich – doch dass Baby Marlene seit sieben Monaten das Familienglück bereichert, ist nur der Kunst der Ärzte im Linzer Kinderherz Zentrum (Kepler Uniklinikum) zu verdanken. Denn das Mädchen hatte eine schwere Herzschwäche, war todgeweiht. Bisher konnten die Linzer Herzspezialisten bereits zehn solcher schwer kranker Babys mit einem Eingriff im Mutterleib das Leben retten.

„Am 17. Dezember, da war Marlene in der 21. Woche, hatten wir das Organscreening und ihr Herzklappenfehler wurde entdeckt. Ende Jänner war der Eingriff“, sagt Michaela Badr (34) aus Langenlois (NÖ). Manche ungeborene Kinder mit einem Herzklappenfehler können eine schwere Herzschwäche mit Wassereinlagerungen in Bauch und Brustkorb entwickeln. Bisher konnte ihnen nicht geholfen werden. Meist starben sie noch im Mutterleib.

Herzklappen werden gedehnt
Am Kinderherz Zentrum im Linzer KUK konnten jetzt auch diese Kinder erstmals mittels einer Herzklappen-OP im Mutterleib erfolgreich behandelt werden. Dabei wird eine Hohlnadel in die ca. eineinhalb Zentimeter große linke Herzkammer eingeführt und die verengte, nur drei bis vier Millimeter große Herzklappe gedehnt.

Diagnose war bisher ein Todesurteil
„Diese Diagnose war bis jetzt ein Todesurteil“, sagt Primar Gerald Tulzer, Vorstand der Klinik für Kinderkardiologie. Zehn von 14 Ungeborenen überlebten. Primar Wolfgang Arzt, Vorstand des Instituts für Pränatalmedizin ist stolz: „Unser Kinderherz Zentrum hat weltweit mit Abstand die meisten Kinder mit dieser Prognose behandelt, gezeigt, dass sie nicht nur operiert werden können, sondern auch eine Chance auf ein normales Leben haben.“

Marlene strahlt
Und Marlene? Sie wurde eine Woche nach der Entbindung erneut am Herzen operiert. Aber sie lebt – und strahlt.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Montag, 26. Juli 2021
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