Resolution

Landtag fordert härtere Strafen für Tierfolter

Verstümmelte und bestialisch gequälte Enten, Katzen mit gehäuteten Schwänzen – zahlreiche Fälle von Tierquälerei erschütterten Oberösterreich heuer bereits. Am Donnerstag wurde im Landtag einstimmig eine Resolution für härtere Strafen beschlossen – jetzt muss sich das Ministerium damit auseinandersetzen.

Es waren schreckliche Fälle, die in den vergangenen Monaten publik wurden. Drei Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren etwa haben im Sommer in Mondsee zehn Enten geschlagen, getreten, mit Benzin übergossen und angezündet. In Ried wurden einer Wildente die Beine abgeschnitten. In Linz und Treffling fanden Passanten Ende August zwei Katzen mit gehäuteten Schwänzen.

Einstimmiger Beschluss
Dagegen will die Landesregierung jetzt schärfer vorgehen. Eine freiheitliche Initiative brachte den Antrag ins Rollen, im Landtag beschlossen alle Parteien einstimmig eine Resolution an den Bund.

Mindeststrafe sechs Monate
Gefordert wird eine Strafrahmenobergrenze von zumindest drei Jahren und eine Strafrahmenuntergrenze von zumindest sechs Monaten Freiheitsstrafe. „Aktuell werden Fälle aufgrund des geringen Strafrahmens oft durch Diversion erledigt. Gegen diese schockierenden Tendenzen muss man härter vorgehen“, so FP-Klubobmann Herwig Mahr.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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Dienstag, 24. November 2020
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