13.11.2020 12:45 |

Suchaktion vermieden

Mysteriöses Rätsel um gefundene Tasche gelöst

Beinahe einen großen Sucheinsatz hätte jetzt eine im Sommer im Tiroler Halltal verlorene Fahrradtasche ausgelöst. Sie war einer Frau bei einer Karwendeldurchquerung abhandengekommen ...

Blicken wir zurück in die Sommermonate: Eine Einheimische durchquerte mit ihrem Mountainbike das Karwendel. Als sie es auf dem Hirschbadsteig im Halltal tragen musste, kam ihr die hinten seitlich angebrachte Tasche abhanden. Diese kullerte einen steilen, abschüssigen Abhang hinunter. „Der Frau schien es zu gefährlich hinabzusteigen“, erzählt Markus Isser, stellvertretender Ortsstellenleiter der Bergrettung Hall-Umgebung. „Weil sie nichts Wichtiges in der Tasche hatte, ging sie weiter.“

Tasche fand Weg zurück zum Steig
Irgendwann in den vergangenen Tagen hat dann ein bisher Unbekannter das Utensil gefunden. Die Person konnte die Tasche niemandem zuordnen - es fand sich kein Hinweis auf den Eigentümer darin -, brachte sie auf den Hirschbadsteig hinauf und stellte sie dort ab - wohl in der Hoffnung, dass der bzw. die Besitzer(in) sie noch suchen und hier finden würde.

Die Besitzerin dachte freilich nicht daran. Kein Wunder: Außer einem alten nicht mehr richtig funktionsfähigen Notebook befand sich nichts Wichtiges darin.

Meldung an die Polizei
Dafür ging das Utensil diese Woche einem Wanderer nicht mehr aus dem Kopf, als er es am Montag auf dem Steig entdeckte. Er beschloss, die Polizei in Hall zu informieren. Die kontaktierte daraufhin die Bergrettung Hall-Umgebung. Zwar war niemand in dem Gebiet als abgängig gemeldet, es sollte aber dennoch Licht ins Dunkel rund um die Fahrradtasche gebracht werden.

So machten sich Christian Unterberger und Anna Kraml von der Bergrettung Hall samt Suchhund auf ins Halltal und bargen das „einsame“ Stück, das keiner haben wollte. „Die Kollegen haben die Tasche der Polizei übergeben, die die Besitzerin ausforschte“, erzählt Isser.

Verlorene Gegenstände melden!
Die hat die Tasche jetzt wieder. Somit Ende gut, alles gut? Nicht wirklich, denn wäre jemand im Karwendel vermisst gewesen, hätte der Fund eine aufwendige Suchaktion ausgelöst. „Wer größere Gegenstände am Berg verliert, sollte dies der Bergrettung oder Polizei melden“, bittet Isser. Damit nicht unnötig Einsatzkräfte ausrücken müssen.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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