11.11.2020 14:57 |

6754 neue Fälle/Tag

Corona-Wochenschnitt zeigt weiter nach oben

An die 9000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden waren für den heutigen Mittwoch befürchtet worden - die gemeldete Zahl von 7514 liegt zum Glück drunter. Doch eine Entwarnung ist dies nicht: Erstens ist das der bisher zweithöchste je verzeichnete Wert, zweitens finden sich Nachmeldungen im Epidemiologischen Melderegister (EMS), mit dem es in den vergangenen Tagen Probleme gegeben hatte. Der Wochenschnitt zeigt mit durchschnittlich 6754 Neuinfektionen täglich weiterhin nach oben - trotz des geltenden Teil-Lockdowns. Ende der Woche werden die Entwicklungen evaluiert - dann könnte sich entscheiden, ob es neue Verschärfungen braucht.

In den vergangenen sieben Tagen ist die Zahl der Infektionen auf 531 pro 100.000 Einwohner gestiegen - anfangs war ein Wert von 50 als kritische Marke angesehen worden. Der bisher höchste Wert an täglichen Neuinfektionen war mit 8241 am Samstag vermeldet worden, danach gingen die Zahlen wieder nach unten, auf am Mittwoch 7514 neue Fälle binnen 24 Stunden. Dies lag einerseits daran, dass am Wochenende weniger Testungen bzw. Auswertungen stattfinden, andererseits daran, dass es offenbar Probleme mit den Einmeldungen gab, wie auch der Sprecher von Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), Mario Dujakovic, am Mittwoch auf Twitter bestätigte.

In den vergangenen 24 Stunden (Stand Mittwoch, 9.30 Uhr) wurden mit 1427 die meisten neuen Fälle in Wien registriert, 1396 waren es in Oberösterreich, 1076 in Niederösterreich und 869 in der Steiermark. Kärnten meldete inklusive Nachmeldungen 886 Neuinfektionen, Salzburg 291 und Vorarlberg 272. Aus dem Burgenland wurden 194 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet.

Positivrate bei Corona-Tests schon bei 23 Prozent
31.571 Testergebnisse wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet - im Schnitt waren es in den vergangenen sieben Tagen täglich 28.909 Tests. Davon fielen rund 23 Prozent positiv aus.

Jeden Tag starben im Durchschnitt 48 Corona-Patienten
Deutlich zu nahm jüngst die Zahl der Toten und der Covid-19-Patienten, die im Spital behandelt werden müssen. Bis Mittwoch 9.30 Uhr starben österreichweit 1564 Menschen an den Folgen des Coronavirus - im Vergleich zum Dienstag waren es 65 Tote mehr. Im Schnitt kamen in der vergangenen Woche jeden Tag 48 Tote hinzu.

Am Mittwoch mussten bereits 3719 Covid-19-Infizierte im Krankenhaus behandelt werden. Davon lagen 3185 auf Normalstationen - 129 mehr als am Dienstag - und 536 auf Intensivstationen - 41 mehr als am Vortag.

Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 172.380 Menschen in Österreich positiv getestet. Das entspricht mittlerweile 1,93 Prozent der Bevölkerung. 67.657 Menschen galten am Mittwoch als aktiv infiziert.

Woche der Entscheidung, wie es mit Österreich weitergeht
Sinken die nach wie vor viel zu hohen Corona-Zahlen nicht, dann könnte das Land wohl wieder wie im März komplett herunterfahren müssen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) drohte schon am Sonntag: „Die nächsten Tage werden zu Tagen der Weichenstellung. Kommt es zu keiner Entspannung durch Wirksamkeit des Teil-Lockdowns, dann werden wir den Teil-Lockdown verschärfen müssen.“

Die Schulen dürften aber weiterhin offenhalten dürfen - gegen Schließungen hatte sich in den vergangenen Tagen eine breite Front gebildet. Die Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 Uhr am Abend und 6 Uhr in der Früh werden mit den Stimmen der SPÖ noch am Mittwoch für zehn Tage verlängert.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
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