Gebäude auf Stelzen

Stararchitekt Renzo Piano plant für das Bahnhofsviertel

Wien
26.10.2010 16:54
Im Zuge des Baus des Hauptbahnhofs werden umfangreiche bisher für Eisenbahnzwecke genützte Flächen frei. So entsteht in der Nähe von Belvedere und Schweizergarten ein neuer Stadtteil. Unter anderem konnte Architekt Renzo Piano gewonnen werden, der mit dem Pariser Centre Pompidou für Furore sorgte. Als eines der anspruchsvollsten Baufelder im Umfeld des neuen Bahnhofs gilt der Eckbereich Arsenalstraße/Alfred-Adler-Straße schräg gegenüber dem Arsenal.

Weltweit bekannt wurde Renzo Piano mit dem Centre Pompidou, dem Museum für moderne Kunst in Paris, das er gemeinsam mit Richard Rogers entworfen hatte. Mittlerweile findet man seine Bauten in Städten wie New York, Berlin, Köln oder Amsterdam und bald auch in Wien.

Mit dem riesigen Areal beim Hauptbahnhof haben sich der italienische Stararchitekt und sein Team in zahlreichen Studien auseinandergesetzt. Ist doch das Grundstück sehr schmal und von mehreren Lärmquellen umgeben. Im nun vorliegenden Entwurf steht das geplante Gebäude auf Stelzen. Damit soll eine Blickbeziehung zwischen Bahn und Schweizergarten hergestellt werden.

Zusätzlich ist an eine Fußgängerbrücke gedacht. "Die Gebäude werden so gestellt, dass im zentralen Bereich auch Wohnungen mit Sichtbezug zum Schweizergarten errichtet werden können. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Nutzungsmischung innerhalb des Gebiets zwischen günstigem Hauptbahnhof, Gürtel und Arsenalstraße, wo die Büro- und Geschäftsnutzung überwiegt", erklärte Planungsstadtrat Rudolf Schicker.

von Martina Münzer, Kronen Zeitung

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