Für eine weibliche Mitarbeiterin der Raika Arzl war es ein extremer Schock: Nachdem sie bereits im Februar dieses Jahres bei einem Überfall auf dieselbe Filiale in die Mündungen von zwei Pistolen geblickt hatte, war es am Montag wieder so weit. Ein maskierter Mann war um 12.30 Uhr in den Kassenraum gestürmt, bedrohte sie mit einer silberfarbenen Pistole und forderte in gebrochenem Deutsch: "Geld her, aber schnell!" Von dem erschrockenen Aufschrei der Kollegin alarmiert, kam auch der Filialleiter von einem Nebenraum in den Kundenbereich.
Bilder vom Täter und vom Tatort siehe Infobox!
"Der männliche Bankmitarbeiter wurde ebenfalls mit der Pistole bedroht und musste den Räuber in den Tresorraum führen", schildert Ermittlungsleiter Karl Ritscher die dramatischen Szenen. Dort bediente sich der Gangster aus dem Tresor und stopfte seine Beute in eine mitgebrachte große, schwarze Sporttasche. Anschließend ergriff er zu Fuß die Flucht in Richtung Innsbruck.
Alarmfahndung erfolglos
Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung, an der auch Hunde und ein Hubschrauber beteiligt waren, verlief vorerst erfolglos. Der Räuber ist laut Zeugenangaben etwa 1,80 Meter groß, korpulent, trug eine schwarze Jogginghose, eine dunkle Jacke und eine schwarze Wollmütze. Einen grauen Schal hatte er bis zu den Augen vor sein Gesicht gezogen.
Erster Überfall im Februar
Beim ersten Überfall auf dieselbe Bankfiliale im Februar waren drei Täter am Werk. Vermutlich ein Mann und eine Frau, die mit Langhaarperücken, maskiert und mit Pistolen bewaffnet den Raub ausführten, sowie ein Fluchthelfer, der in einem Auto auf das Pärchen wartete. Das Trio konnte trotz vorgefundener Fingerabdrücke bis heute nicht gefasst werden. "Ob der aktuelle Täter auch an dem Überfall im Frühjahr beteiligt war, können wir jetzt noch nicht sagen", sagt Karl Ritscher.
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