07.11.2020 08:04 |

Räumliche Entwicklung

Bürger planen die Zukunft ihrer Stadt mit

Wie soll die Stadt Salzburg in 25 Jahren ausschauen? Wie sollen Flächen genutzt werden? Wie werden die Herausforderungen leistbares Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Klimawandel gemeistert? Diese Fragen stellt die Stadt nun ihren Bewohnern und bindet sie in die Planung des neuen räumlichen Entwicklungskonzepts ein.

Die Salzburger sind schon recht zufrieden mit ihrer Stadt. Das zeigt ein Stimmungsbild der „Krone“ am Freitag in der Innenstadt. „Ich will nicht, dass sich die Stadt zu sehr verändert. Sie ist schön, wie sie ist“, findet die 18-jährige Anna Knöbl aus dem Andräviertel. Ein paar Verbesserungsvorschläge fallen der Studentin aber doch ein: „Es könnte mehr Restaurants und Freizeitangebote geben.“

Vorschläge und Ideen der Salzburger gefragt
Um Vorschläge wie diese bittet derzeit die Stadt Salzburg. Die für Planung zuständige Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP) steht vor der Erstellung eines neuen räumlichen Entwicklungskonzepts. Darin wird der Fahrplan für die nächsten 25 Jahre festgehalten. Von Beginn an sollen die Ideen und Vorschläge der Bewohner berücksichtigt werden und in das Konzept miteinfließen. Der Startschuss fiel Donnerstagabend über eine – coronabedingt in den virtuellen Raum verlegte – Diskussionsrunde. Dabei standen die Stadt-Experten live Rede und Antwort.

Fakten

Die wichtigsten Anliegen:

  • Leistbares Wohnen: „Jeder soll das Recht haben, sich ein Dach über dem Kopf leisten zu können“, schreibt ein Salzburger. Viele sind gegen Zweitwohnsitze und Leerstand.
  • Kein Flächenfraß: Die Salzburger wollen ihre Grünflächen schützen und im Wohnraum gezielt nachverdichten.
  • Naherholung: Parks, Spielplätze und Freizeitangebote sollen erhalten und ausgebaut werden. Naherholung in der Natur wird groß geschrieben.
  • Verkehr: Viele Salzburger leiden unter dem Stau in der Stadt. Eine Idee: Autos unter die Erde, dann bleibt mehr Platz für Räder und Fußgänger.

Wie kann die Bodenversiegelung vermindert werden? Wie kann man Grünräume ausbauen? Wie geht Nachverdichtung? Fragen wie diese beschäftigten die mehr als 400 Zuschauer vor den Bildschirmen. „Ich freue mich sehr, dass offensichtlich sehr viele Bürger an diesem Prozess mitarbeiten wollen“, betont Unterkofler. Der Beteiligungsprozess wird nun über ein eigenes Webportal zur Ideensammlung, mit dem Bürgerrat und dem Jugendbeirat in den kommenden Monaten fortgeführt. Interessierte können ihre Meinung auch klassisch per Postkarte an die Stadt schicken.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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