"Die 'Corpo Forestale' hat uns verständigt, weil es in den Karnischen Alpen immer wieder zu Fällen der Wilderei kommt", berichtet Johannes Leitner, Chef der Kärntner Bergwacht. Denn südlich der Landesgrenze ist ein riesiges, päpstliches Revier, das sich von Tarvis bis hinauf zum Plöckenpass erstreckt und den italienischen Bundesforsten und dem Vatikan gehört. Leitner: "Und hier wird nicht gejagt."
"Das bietet Möglichkeiten und ist für gewisse Leute ein Anreiz, über die Grenze zu gehen und zu schießen", vermutet Bernhard Wadl, Obmann des Jagdaufseherverbandes: "Wir werden diese grenzüberschreitende Wilderei jetzt unterbinden."
Landesgrenze wird abgesucht
Kommende Woche wollen Uniformierte der "Corpo Forestale", Bergwächter und Aufsichtsjäger gemeinsam die Landesgrenze abgehen. Leitner: "Wir werden dabei Hochsitze, Stände und Plätze kartografieren, die Wilderer verwenden könnten und darauf achten, wo Ansitzmöglichkeiten zu nahe an der Grenzlinie sind."
Unterstützt wird diese einzigartige "Aktion scharf" auch vom Tarviser Wildbiologen und Braunbärenforscher Paolo Molinari. Bernhard Wadl: "Es geht um die Ausarbeitung eines Einsatzplanes, damit im Fall des Falles jeder genau weiß, was zu tun und wer alles zu informieren ist."
Kein Kavaliersdelikt
Wilderei ist kein Kavaliersdelikt, passiert aber immer wieder! Wie etwa aktuell im Lavanttal, wo ein Unbekannter sein Unwesen treibt und einfach Rehe abknallt und nachts den Jägern vor die Wohnhäuser legt.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.