Panne in Rumänien
Parlament nickt aus Versehen wichtige Gesetze ab
Es habe sich um ein umfangreiches, 68 Initiativen umfassendes Gesetzespaket gehandelt und so hätten die Parlamentarier nicht gewusst, worüber sie eigentlich abstimmen, sagten PDL-Vertreter. Der PDL-Abgeordnete und Vorsitzende der Dienstordnungskommission, Iustin Cionca, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Mediafax, dass es sich um "Verwechslungen" bei den Adoptierungs- und Ablehnungsgutachten gehandelt habe. "Jeder Politiker würde sich wünschen, derartige Gesetze zu beschließen, aber leider lässt die wirtschaftliche Situation des Landes dies nicht zu", kommentierte Cionca.
Laut Cionca werden die PDL-Parlamentarier einen Antrag zur Annullierung der beiden Gesetze stellen. Die Gesetze widersprechen dem laufenden Abkommen mit den internationalen Finanzinstitutionen, von denen Rumänien derzeit einen Notkredit in Höhe von 20 Milliarden Euro bezieht. Um die Auflagen dieses Abkommens erfüllen zu können, musste ab Juni ein hartes Sparpaket im öffentlichen Sektor eingeführt und die Mehrwertsteuer von 19 auf 24 Prozent angehoben werden.











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.