Das AvW-Firmenvermögen ist nicht unbeträchtlich. Bis dato hat Masseverwalter Gerhard Brandl an die 27 Millionen Euro erwirtschaftet: für eine Seeliegenschaft, für eine Rekord-Goldmünze und für Aktienpakete. "Wir haben uns bei allen Verkäufen von Experten beraten lassen", ist Brandl stolz auf den Erlös – und auch darauf, dass das Geld auf einem mit 2,29 Prozent verzinsten Konto bei der Unicredit "wächst".
Wolfgang Auer von Welsbach kann dem wenig abgewinnen. "Die Goldmünze wurde viel zu früh verkauft, der Preis für die C-Quadrat-Aktien ist schlecht, und den Seegrund hätte man gemeinsam mit dem Motorboot im Frühjahr viel besser anbringen können", lässt er über Anwalt Michael Sommer ausrichten.
Tatsächlich wurden die Aktien gerade erst um 12,60 Euro versteigert; der Kurs schwankt aber exorbitant hoch, um 18 Euro. Auer hatte das in Schriftstücken, die der "Krone" vorliegen, richtig vorhergesagt. "Aber wir haben ein Aktien-Gesamtpaket von mehr als 1,4 Millionen Stück verkauft", erklärt Brandl. "Da gelten andere Börsenmechanismen. Das kauft zu diesem Preis sonst niemand."
Dass er mit dem Finanzdienstleister über die Verwertung nicht reden will, sei normal: "Was soll ich den fragen, der diesen Millionenkonkurs zu verantworten hat?" Auer wird sich 2011 wegen Millionenbetrugs verantworten müssen.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"











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