Selbst die Reduktion auf sechs Millionen, der Birnbacher unter öffentlichem Druck zugestimmt hat, erscheint ihnen noch üppig für eine Arbeit von wenigen Wochen. Also wurde der vor dem Münchner U-Ausschuss als Zeuge geladene Mathias Hink von der Investmentfirma Kingsbridge Capital – das Unternehmen war Partner von Tilo Berlin beim Hypo-Deal – zu Birnbachers Rolle befragt.
Neben einem sechs Seiten starken Gutachten war über dessen Tätigkeit bisher bekannt geworden, dass er die Kaufverträge verhandelt habe. Zumindest hatten Haider und Martinz dies so dargestellt. Hinks – laut Holub "gehässiger" – Kommentar: "Er war im Gebäude anwesend." Die Verträge erhielt Birnbacher allerdings von Hink zugeschickt.
Fall Birnbacher noch nicht abgeschlossen
Für das Villacher Finanzamt soll der Fall Birnbacher noch nicht abgeschlossen sein. Die Klärung der Frage, ob der Verzicht auf sechs Millionen Euro als Schenkung anzusehen sei, hat man nach Wien abgeschoben. Immerhin geht es um viel Geld. Müsste Birnbacher die gesamten zwölf Millionen versteuern, bliebe ihm kein Cent übrig. Man wird sehen, was gilt: Die seinerzeitige Vereinbarung mit Haider und Martinz, in der zwölf Millionen Honorar vereinbart wurden, oder Birnbachers Rechnung an die Landesholding, die auf sechs Millionen Euro lautet.
von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.