Kärnten inoffiziell

Auf den Spuren Birnbachers: Was tat er für Millionen?

Kärnten
16.10.2010 11:48
Der Kärntner Großverdiener Dietrich Birnbacher erregt nun – wohl auch aufgrund des Interesses des grünen Kärntner Ausschuss-Vorsitzenden Rolf Holub – die Neugier der Münchner Kollegen. Was der von Jörg Haider und Josef Martinz mit der Abwicklung des Hypo-Verkaufs betraute Villacher Steuerberater für sein Honorar von zwölf Millionen Euro eigentlich geleistet habe, wollten diese wissen.

Selbst die Reduktion auf sechs Millionen, der Birnbacher unter öffentlichem Druck zugestimmt hat, erscheint ihnen noch üppig für eine Arbeit von wenigen Wochen. Also wurde der vor dem Münchner U-Ausschuss als Zeuge geladene Mathias Hink von der Investmentfirma Kingsbridge Capital – das Unternehmen war Partner von Tilo Berlin beim Hypo-Deal – zu Birnbachers Rolle befragt.

Neben einem sechs Seiten starken Gutachten war über dessen Tätigkeit bisher bekannt geworden, dass er die Kaufverträge verhandelt habe. Zumindest hatten Haider und Martinz dies so dargestellt. Hinks – laut Holub "gehässiger" – Kommentar: "Er war im Gebäude anwesend." Die Verträge erhielt Birnbacher allerdings von Hink zugeschickt.

Fall Birnbacher noch nicht abgeschlossen
Für das Villacher Finanzamt soll der Fall Birnbacher noch nicht abgeschlossen sein. Die Klärung der Frage, ob der Verzicht auf sechs Millionen Euro als Schenkung anzusehen sei, hat man nach Wien abgeschoben. Immerhin geht es um viel Geld. Müsste Birnbacher die gesamten zwölf Millionen versteuern, bliebe ihm kein Cent übrig. Man wird sehen, was gilt: Die seinerzeitige Vereinbarung mit Haider und Martinz, in der zwölf Millionen Honorar vereinbart wurden, oder  Birnbachers Rechnung an die Landesholding, die auf sechs Millionen Euro lautet.

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"

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