Die Masche der mutmaßlichen Trickbetrüger war offenbar meist dieselbe: Die Frau in der Bande klingelte getarnt als Staatsanwältin bei den Opfern (ausschließlich allein lebende Pensionisten) und kündigte den Besuch von Kriminalbeamten an. Im Zuge einer Präventionsoffensive würden diese die Wohnung gratis auf Einbruchssicherheit überprüfen. Und die gut gekleideten "Kripo-Beamten" kamen tatsächlich - gegangen sind sie aber mit vollen Taschen.
Bande offenbar über Monate hinweg am Wüten
Ob Geld, Münzen oder Schmuck - alles wurde eingesteckt. Dutzende Opfer tappten so über Monate hinweg in die Falle der zwischen Wien und Bayern pendelnden Täter.
Das Drehbuch für die Coups wurde dabei regelmäßig geändert: Mal ging es um Falschgeld-Kontrollen, mal um eine Nachschau bezüglich gestohlener Schmuckgegenstände. Auch die Rollenverteilung variierte - die in Deutschland wohnhafte, falsche Staatsanwältin (48) konnte nicht bei jedem "Auftritt" dabei sein. Nun sitzen die drei "Polizisten" aus Wien und deren Komplizin im Gefängnis - diesmal als echte Häftlinge...
von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung
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