Bisher bestätigt ist: Der Ungar hatte – wie schon öfters – am 14. September bei der Lese im Seewinkel angepackt. Gemeinsam mit dem Landwirt, dessen Schwester und einem weiteren illegalen Arbeiter (47) stand Laszlo C. seit den frühen Morgenstunden im Weingarten nahe der Grenze. Gegen Mittag sackte der 60-Jährige plötzlich zusammen, blieb reglos liegen.
"Der Mann war sofort tot", behauptete die Winzerin. So habe sie mit ihrem Bruder und dem zweiten Erntehelfer die Leiche per Kleinbus zur Familie ins ungarische Mosonszentjános gebracht. Dort drückte die Burgenländerin den geschockten Kindern des Verstorbenen noch 20 Euro Lohn in die Hand und verschwand dann prompt (siehe Infobox).
Eine Ärztin, die von einer Nachbarin alarmiert worden war, stellte schließlich den Tod von Laszlo C. fest. "Durchaus möglich, dass der vierfache Familienvater noch am Leben war, bevor er aus dem Weingarten abtransportiert wurde", so die Behörden. Wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung wird ermittelt. Auch Fremdverschulden sei nicht ganz ausgeschlossen.
von Karl Grammer und Michael Pommer, Kronen Zeitung









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