Gar nicht friedlich

"Luxus-Gruft" sorgt für Debatte um Friedhofsordnung

Kärnten
12.10.2010 10:39
Die riesige "Kapellen-Gruft", die sich Unternehmer Alexandr Omatov auf dem Zentralfriedhof in Klagenfurt-Annabichl errichten lässt, sorgt weiterhin für Diskussionen. Nachdem ein Baustopp über die Betonburg verhängt wurde, wird die Angelegenheit zum Politikum: Am Dienstag wird im Rathaus über die Änderung der Friedhofsordnung debattiert.

Die imposante Kapellengruft des Unternehmers wurde größer gebaut als ohnedies genehmigt, der Standort wurde inmitten der kleineren Gräber äußert unglücklich gewählt. Die Behörde hat daher einen Baustopp erwirkt. "Die Kapellen-Gruft muss rückgebaut werden", erklärt Friedhofsreferent Wolfgang Germ.

Die massive Aufregung um die Betonburg nimmt Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz nun zum Anlass, um im Stadtsenat eine Verschärfung der Friedhofsordnung zu fordern: "Es gibt keine Grenzen. So muss etwa die erlaubte Höhe der Bauten klar definiert werden."

Germ sieht für eine Änderung der Rahmenbedingungen hingegen keinen Anlass. Er will jedoch prüfen lassen, wie Riesenprojekte künftig verhindert werden können.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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