Elf-Meter-Absturz

Kranführer vor Augen von Kollegen in den Tod gestürzt

Kärnten
12.10.2010 09:53
Vor den Augen seines Kärntner Kollegen ist am Montag ein oberösterreichischer Kranführer beim Abbau eines Schutzgerüsts in Linz zehn Meter tief in den Tod gestürzt. Der 24-jährige Kranführer stand mit dem Kärntner (33) auf der Plattform, als diese beim Abbau wegschwang. Der 33-Jährige konnte sich noch festhalten.

Der Schock über den Tod ihres Kollegen stand den Arbeitern auf der Baustelle der Kreuzschwestern in der Linzer Stockhofstraße ins Gesicht geschrieben. Der Kranführer aus Weißkirchen an der Traun hatte gegen 12 Uhr mit dem 33-jährigen Kärntner versucht, ein Schutzgerüst abzubauen, das im dritten Stockwerk außen wie ein Balkon befestigt war.

Gleichgewicht verloren
Dabei dürfte laut den polizeilichen Ermittlungen das aus Schaltafel, Stahlrahmen und Geländer bestehende Gerüstelement geklemmt haben. Die beiden Männer stiegen auf die Plattform, plötzlich gab es einen Ruck, und der Gerüstteil schwang weg.

Der 24-Jährige verlor das Gleichgewicht und stürzte zehn Meter tief in den Tod. Sein Kollege aus Kärnten konnte sich festklammern. Er wurde von der Berufsfeuerwehr mittels Drehleiter geborgen, hatte aber einen schweren Schock erlitten und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

von Christoph Gantner ("Kronen Zeitung") und kaerntnerkrone.at
Symbolbild

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