Wien-Wahl 2010

Kirche will Verbot von Partei-Shows vor Stephansdom

Wien
10.10.2010 09:51
Die FPÖ-Show zum Wahlkampfabschluss vor einem blau beleuchteten Stephansdom zieht nun Konsequenzen nach sich. Die Erzdiözese Wien kündigte am Sonntag an, Gespräche über ein Verbot derartiger Veranstaltungen auf dem Stephansplatz führen zu wollen, so der Sprecher Erich Leitenberger. Zuvor hatte schon Dompfarrer Toni Faber seinen Unmut über die FPÖ-Veranstaltung mit Heinz-Christian Strache ausgedrückt (siehe Infobox).

"Es wird die letzte gewesen sein." machte Leitenberger klar. Künftig werde es keine "lautstarken" Parteiveranstaltungen wie jene am Donnerstag direkt vor dem Dom mehr geben, so der Sprecher der Erzdiözese. In der kommenden Woche würden Vertreter der Erzdiözese mit den Verantwortlichen von Stadt, Bezirk und Sicherheitsdirektion Gespräche aufnehmen, "damit in Zukunft nie mehr eine solche 'Instrumentalisierung' des Stephansdoms für parteipolitische Zwecke stattfinden kann - aus welcher politischen Ecke auch immer sie kommen mag".

Infobox: Sollen Partei-Events vor dem Steffl verboten werden? Stimm ab!

Es müsse in Zukunft muss noch deutlicher klar werden, dass es rund um den Stephansdom eine "Zone des Respekts" geben müsse, so Leitenberger.
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