Am 5. Dezember 1918 - also knapp nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie - sei im Landtag der Beschluss gefasst worden, den eindringenden Truppen des SHS-Staates "mit allen Mitteln" entgegenzutreten, sagte Lobnig. Er erinnerte jedoch auch daran, dass sich die Landesversammlung bereits im September 1920 - also knapp vor der Volksabstimmung - darauf verständigt hatte, einen Weg der "Versöhnung und Verständigung" zu gehen.
Der positive Ausgang der Volksabstimmung sei nicht nur ein Bekenntnis zur "Unteilbarkeit unseres Landes" gewesen, sondern auch ein "kräftiges Lebenszeichen der jungen Republik Österreich", meinte Landtagspräsident Lobnig. Dass die Entscheidung trotz einer überwiegenden slowenischen Bevölkerungsmehrheit für Österreich ausgefallen sei, sei auch als "Geburtsstunde des Regionalismus in Österreich und darüber hinaus" zu bewerten. Für die kommenden Generationen gelte es einerseits die Identität hochzuhalten und gleichzeitig, die Chancen im vereinten Europa zu nutzen, so Lobnig.
"Ein Fundament Österreichs"
Auch Landeshauptmann Dörfler nannte die Volksabstimmung "ein Fundament Österreichs". Er betonte die Zusammengehörigkeit von deutschsprachigen und slowenischsprachigen Kärntnern. "Alle gemeinsam haben mehrheitlich für das Land votiert", sagte Dörfler und wagte einen Blick in die Zukunft. "Wir müssen im Jahr 2010 in der Lage sein, einen Neustart zu beginnen", erklärte der Landeshauptmann.
Im Anschluss an die Festsitzung war ein Festakt im Wappensaal geplant. Mit Spannung wurde die Festrede von Valentin Inzko, Obmann des Rates der Kärntner Slowenen und Hoher Repräsentant für Bosnien-Herzegowina, erwartet. Für Samstag und Sonntag standen eine Reihe von weiteren offiziellen Festveranstaltungen auf dem Programm. Den Höhepunkt bildet der große Festumzug in Klagenfurt am Sonntag. Als Ehrengäste sind unter anderem Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) angesagt.
Reihe von nicht offiziellen Veranstaltungen
Das Jubiläum wird aber auch von einer Reihe von nicht offiziellen Veranstaltungen von Vereinen, Parteien und anderen Organisationen begleitet. Diese reichen von Theateraufführungen und Rockkonzerten bis zu einem Festkommers von Burschenschaftern am Samstagabend im Klagenfurter Konzerthaus. Anlässlich des Kommerses war eine Gegendemonstration angekündigt.









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