Wien-Wahl 2010

Christine Marek will "rot-grünes Chaos" in Wien verhindern

Wien
07.10.2010 13:44
Die VP feiert am Donnerstagabend den offiziellen Wahlkampfabschluss. Dennoch stehen bis zum Wahlsonntag noch 300 Einsätze auf dem Programm, teilte Spitzenkandidatin Christine Marek am Vormittag mit: "Bis zur letzten Sekunde wird um jede Stimme geworben". Für sie wäre es das "Nonplusultra", wenn am 10. Oktober die Absolute der SP gebrochen würde. Gleichzeitig warnte Marek vor einer rot-grünen Koalition nach dem Urnengang: "Eine Stimme für die VP ist eine Stimme gegen rot-grünes Chaos."

Den offiziellen Wahlkampfabschluss feiert die VP am Donnerstagabend im Museumsquartier. Das Motto des Wahlkampfabschlusses, "Auftakt zum Endspurt", nimmt die Wiener Volkspartei wörtlich: In den kommenden drei Tagen will die VP mit "positiver Kraft und voller Power" die letzten Ressourcen mobilisieren, kündigte Marek an.

Mareks Bilanz der vergangenen Wochen fiel positiv aus: Noch nie sei so viel über Themen der VP geredet worden. Die Spitzenkandidatin sieht in der bevorstehenden Wahl eine "Chance", nämlich die Macht der SP zu brechen und dann dafür zu sorgen, dass etwas weitergehe in Wien. Ein konkretes Wahlziel in Zahlen wollte sie allerdings nicht nennen.

"Wer Geld bekommt, soll auch etwas leisten"
Eindringlich warnte die Landesparteichefin vor einer rot-grünen Koalition, falls die SP-Absolute falle: "Das wäre absolut leistungsfeindlich." Zum Beispiel in punkto Gemeinschaftsarbeit: "Wer etwas leistet, soll dafür Geld bekommen. Und wer Geld bekommt und dazu in der Lage ist, soll auch etwas leisten", betonte Marek. Ihr Vorschlag der Gemeinschaftsarbeit sei keine Strafe, sondern eine Chance für die Betroffenen.

Vizekanzler und VP-Bundesparteichef Josef Pröll unterstrich die Bedeutung der Wien-Wahl: "Es geht nicht nur um eine wichtige Entscheidung für die Stadt, sondern auch für Österreich." Immerhin stehe in der Bundeshauptstadt die absolute Mehrheit der SP zur Disposition. Auf den Straßen sei bereits spürbar, dass diese Absolute wanke. Das zeige laut Pröll auch die "Panikreaktion" der Sozialdemokraten, die eine der "tragenden Säulen der Republik" - nämlich das österreichische Bundesheer - nun infrage stellten. Die SP würde sich damit von einem jahrzehntelangen Konsens verabschieden und "Unzuverlässigkeit zur Maxime ihrer Politik" machen.

Pröll: "Fünf Minuten wählen, statt fünf Jahre SP-Absolute"
Der Vizekanzler gab für kommenden Sonntag das Motto aus: "Fünf Minuten wählen, statt fünf Jahre SP-Absolute." Er betonte in diesem Zusammenhang, dass jede Stimme an eine Kleinpartei eine verlorene sei, denn diese würde nur helfen, die SP zu stärken.

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